• Ferdinand Uth

Kurzrezension: Die Grasharfe von Truman Capote



Truman Capotes Roman „Die Grasharfe" erschien 1951 und ist ein heiteres, poetisches Buch das aus dem provinziellen Amerika Mitte des letzten Jahrhunderts erzählt. Der Erzähler ist Collin, ein 16 jähriger Bursche, der wegen des frühen Todes seiner Eltern bei der geschäftstüchtigen Tante Verena und ihrer verträumten Schwester Dolly untergekommen ist. Am liebsten verbringt er seine Tage mit Dolly und deren Haushälterin Caterine. Eine Reihe von Vorkommnissen führt allerdings schließlich dazu, dass Dolly, Caterine und Collin das

Haus von Verena verlassen, um in einem Baumhaus zu leben.

Thematisch hat mich das Buch zunächst nicht gleich mitgenommen, obwohl es wunderschön geschrieben ist - die alte Übersetzung ins Deutsche ist sehr gelungen. Auf mich wirkte es durch die provinziellen Themen anfänglich etwas schrullig. Dies ändert sich jedoch, als die Handlung Fahrt aufnimmt. Und trotz den teilweise komischen Schilderungen bleibt am Ende auch etwas Rührendes, das tiefer geht. Was es jedoch genau ist, das einen berührt, bleibt wie oft bei Capotes Werken sein kleines Geheimnis. Gerade deshalb hat mir Die Grasharfe am Ende gut gefallen.


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