• Ferdinand Uth

Kurzrezension: Die Eiswand von Yasushi Inoue



Der Roman „Die Eiswand" von Yasushi Inoue ist direkt eins meiner Lieblingsbücher geworden.

Das Buch beginnt mit dem Treffen zwischen dem Protagonisten Uozu und seinem Freund Kosaka, mit dem er eine Bergbesteigung im tiefsten Winter plant. Im Vorfeld dieses Unternehmens erfährt er jedoch von der unglücklichen Liebe Kosakas zu einer verheirateten Frau namens Minako. Als Kosaka dann während der Besteigung verunglückt, befindet sich Uozu plötzlich in der Klemme. Denn niemand weiß, ob das Seil gerissen ist, Uozu es

abgeschnitten hat, um sich zu retten oder Kosaka vielleicht aufgrund der unerwiderten Liebe den Freitod gewählt hat.

Ich habe es vor ein paar Wochen zum zweiten Mal gelesen und bin neu begeistert worden von der feinen, distanzierten und doch emotionalen Sprache. Aber spannend ist auch das genau geschilderte gesellschaftliche Hin und Her, da durch das Unglück verschiedenste Interessen aufeinandertreffen. Und nicht zuletzt den vielen wichtigen Themen, die in gestochen scharfen Dialogen fast „nebensächlich" angesprochen werden.

Ein ganz großer Roman, den man gelesen haben sollte.

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