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Heimat
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Eine Einführung

Das Meer der ungelebten Möglichkeiten ist ein Ge-danke, den ich schon lange verfolge. So ist das na-mentliche Pendant (Gedicht 11) schon gegen Ende 2016 entstanden, weit bevor ich über eine Ausstel-lung nachgedacht habe. 

Das Meer der ungelebten Möglichkeiten entsteht ganz von allein, mit jeder Entscheidung – gut oder schlecht, richtig oder falsch – tun sich Wege auf und verschließen sich andere. Wer weiß schon, was hätte werden können? 

Das ist irgendwie selbstverständlich, fast schon trivi-al. Und auch gar nicht schlimm, vor allem, wenn man zufrieden ist mit dem eigenen Leben.

Doch in dunklen Momenten öffnet sich das Meer einem, wird einem bewusst, nimmt einen ein. Dann versinkt man in ihm mit jedem “Was wäre wenn” und seinem ganzen Selbstmitleid.

Aber jede Münze hat zwei Seiten. Denn vielleicht wird 

einem auch dadurch klar, dass da all diese Pfade sind, die vielleicht noch darauf warten, entlang-spaziert zu werden.